Thanks Apple

Apple iPhone

Nachdem ich vergangenen Sonntag meinen ersten Marathon unter 4 Stunden gelaufen bin, möchte ich nun kurz die Gelegenheit ergreifen, die Stationen dorthin zu beschreiben. Angefangen hat alles mit dem Kauf eines gebrauchten iPhone 3G 8GB am 15. August 2011 für 100 Euro, das ich bei Kalaydo entdeckt hatte. Die Telekom hatte freundlicherweise der Vorbesitzerin, einer Medizinstudentin, kostenfrei das Nachfolgemodell vor Ende der Vertragslaufzeit angeboten, worauf sie einwilligte, da sie von schwarz auf weiß umsteigen wollte.

Nach einem kurzen Überblick der Funktionen, habe ich mich entschieden, mich verstärkt mit Sport Apps zu befassen, um meine Motivation in diesem Bereich zu erhöhen. Ich startete mit der Laufcommunity Nike+, über die ich kurz zuvor gelesen hatte. Meinen ersten Testlauf tätigte ich am 24. August 2011. Für 4,2 Kilometer brauchte ich 31,13 Minuten, danach war ich platt, was mir deutliche Verbesserungspotenziale signalisierte. Ich merkte jedoch schnell, daß Fortschritte beim Laufen deutlich zügiger möglich sind, als bei anderen Sportarten, wenn man nur konsequent dabei bleibt. Zumindest am Anfang. An meinem 5. Trainingstag, konnte ich bereits einen Halbmarathon in 2.26 Stunden absolvieren, obwohl ich die letzten Kilometer gegangen bin.

Also meldete ich mich für meinen ersten sportlichen Wettkampf in dieser Sportart an, die halbe Strecke beim Köln Marathon, der am 3. Oktober 2011 stattfand. Getragen von den Massen, schaffte ich diesen in knapp zwei Stunden. Begeistert von diesem Ergebnis und den schnellen Erfolgen, registrierte ich mich spontan für die gesamte Strecke beim München Marathon eine Woche später. Besonderen Anreiz stellte der Abschnitt durch den Englischen Garten und der Zieleinlauf im Olympiastadion dar. Der Halbmarathon ging nicht durch den Englischen Garten, schied also deshalb aus. Auf der Marathon Messe am Tag davor nahm ich an der Verlosung eines Startplatzes für den Zürich Marathon teil, und habe prompt einen gewonnen. Ich habe die Stadt aber auch in den Himmel gelobt, um ehrlich zu sein. Vielleicht auch nicht ganz zu unrecht. Aber lassen wir das. Die ersten 25 Kilometer in München liefen problemlos, danach mußte ich zwischen laufen und gehen abwechseln. Trotzdem torkelte ich nach dem ersehnten Einmarsch ins Olympiastadion durch das große Marathontor zu den Klängen von Herrn Guetta mit anschließender Ehrenrunde nach 4.57 Stunden durchs Ziel.

Wie im Rausch beschloss ich, dieses Ergebnis zügig zu optimieren, und meldete mich spontan für den Dresden Marathon am 23. Oktober 2011 an. Nach einem viel zu schnellen Start, konnte ich mich nach 30 Kilometern an den Pacemaker für 4.30 Stunden hängen, der uns die letzten Kilometer wunderbar motivierte und in dieser Zeit zum Ziel pushte. Mit der Verbesserung um 30 Minuten vom ersten zum zweiten Marathon innerhalb von zwei Wochen, war ich natürlich sehr zufrieden. Gekrönt wurde der Erfolg durch eine Doppelmassage für die Finisher, die mir sehr gut bekommen ist. Anfang Dezember nahm ich noch am Kölner Nikolauslauf über 10 km teil, und leitete dann eine Wettkampfpause ein.

Ich nutzte nie einen Trainingsplan, da ich kein bestimmtes Ziel vor Augen hatte, sondern mich für einen spielerischen Einstieg entschied, und erst nach ersten Erfolgen an der weiteren Optimierung arbeiten wollte, falls ich weiterhin Spaß am Laufen haben sollte. Über den Winter habe ich ziemlich konstant und locker weiter trainiert. Dabei habe ich lediglich darauf geachtet, eine wöchentliche Gesamtkilometerzahl zu absolvieren, und auch sonst in Bewegung zu bleiben.

Ende Dezember gab es ein Update bei Nike+, das ich mit meinem veralteten iPhone leider nicht mehr nutzen konnte. Schade, da mir die Motivationssprüche von Dirk Nowitzki und Konsorten gut gefallen haben. Also wechselte ich zu Runtastic. Nachdem ich höheren Akkuverbrauch und schlechteren GPS-Empfang festgestellt habe, bin ich wenige Tage später auf Runkeeper umgestiegen. Zu meinem Geburtstag habe ich mir dann profilaktisch eine Triathlon-Uhr, die Garmin 910XT gewünscht, und bekommen. Die Ergebnisse importiere ich jedoch immernoch in Runkeeper, da dort mehrere Sportarten zu verwalten sind. Im Februar stellte ich fest, daß es Weltranglisten für gelaufene Distanzen mit Runkeeper gibt, falls die Ergebnisse getwittert werden. Also bin ich die ersten März-Wochen möglichst viel gelaufen, um einen möglichst hohen Rang zu erreichen. Ein weiteres Experiment, bei dem ich mich gut auf Platz 4 halten konnte, was mir weiteren Auftrieb gab.

Die Wettkampfsaison 2012 leitete ich am 17. März mit dem Halbmarathon beim Rodenkirchener Volkslauf im Kölner Forstbotanischen Garten ein. Eine eher ruhige und gute Vorbereitungsveranstaltung für größere Wettkämpfe. Hierfür brauchte ich nur noch 1.47 Stunden. Kurz darauf kaufte ich mir ein Skateboard, um mein Sportprogramm um Balanceübungen zu ergänzen. Naturgemäß stürzte ich bei meinen ersten Skateversuchen des Öfteren, wodurch ich mir zwar keine Brüche zuzog, mein Lauftraining jedoch aufgrund von Zerrungen erschwert wurde. Eine Woche später absolvierte ich dann trotzdem den ersten Marathon des Jahres im Königsforst. Ein weiterer Waldlauf, bei dem ich die Dresdner Zeit ein paar Minuten verbessern konnte. Danach musste ich jedoch mit dem Laufen pausieren. Beim verstärkten Gerätetraining zog ich mir dann eine Ellenbogenentzündung zu, die mich die ersten Tage komplett ausknockte. Pünktlich zur Vorbereitung auf Zürich waren meine Blessuren dann abgeklungen, und ich orientierte mich erstmalig grob an einem Trainingsplan. Von den zahlreichen Varianten wählte ich eine, die meinem Rhythmus am ehesten entsprach. Zürich am 22. April 2012 war dann der erste Marathon, den ich komplett auch ohne kurze Gehpausen durchgelaufen bin. Das Ziel durchtanzte ich mehr oder weniger in 3.51 Stunden. Dabei hatte ich sogar das Gefühl nicht alles gegeben zu haben, und hatte am Tag später erstmalig keine Beeinträchtigungen. Ob das ein Trainingserfolg war, an der Gewöhnung des Körpers an die Extremsituationen, dem Streckenverlauf, der Witterung oder der Tagesform lag, bzw. aus welcher Kombination aus allem, weiß ich natürlich nicht.

Wie geht es jetzt weiter? Im Moment freue ich mich, und bin dankbar, daß ich zu dieser Entwicklung in einem guten halben Jahr fähig war, die wahrscheinlich nicht selbstverständlich ist. Offenbar hatte ich in meinem bisherigen Leben einige Potenziale übersehen. Das kommt wahrscheinlich öfter vor. Natürlich würde ich diese gerne weiter ausbauen, ohne stoisch zu werden. Zunächst plane ich mindestens drei Laufeinheiten pro Woche, an die ich mich versuche konsequent zu halten: Eine lockere längere Distanz, eine straffe Kurzstrecke und Intervalltraining, flankiert mit kurzem Krafttraining oder Kursen im Studio an den lauffreien Tagen, zusätzlich regelmässig schwimmen, radfahren, und was ganz Neues anfangen, zum Beispiel boxen. Schauen wir mal.

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